Haben Sie schon einmal eine einfache Terminerinnerung an Ihre Kunden gesendet und festgestellt, dass sich Ihre SMS-Rechnung ohne ersichtlichen Grund verdoppelt hat? Dieses Phänomen hängt direkt mit der **SMS-Nachrichten-Codierung** zusammen – einem oft ignorierten technischen Aspekt, der jedoch erhebliche Auswirkungen auf Ihr Kommunikationsbudget haben kann.

Was ist die Codierung einer SMS-Nachricht?

Um eine klare Definition der SMS-Codierung zu erhalten, muss man verstehen, dass Mobilfunknetze nicht alle Zeichen auf dieselbe Weise lesen. Die Codierung ist das technische Verfahren, das Buchstaben, Zahlen und Symbole Ihrer Nachricht in Binärdaten (Nullen und Einsen) umwandelt, die von den Telekommunikationsanbietern übertragen werden können.

Historisch gesehen wurde das Mobilfunknetz für die Übertragung sehr kleiner Datenmengen entwickelt. Heute regeln zwei Hauptstandards den SMS-Versand:

  • GSM-7: Die Standardcodierung, die 7 Bits pro Zeichen verwendet. Sie ermöglicht es, bis zu 160 Zeichen in einer einzigen SMS zu schreiben.
  • UCS-2 (Unicode): Eine umfassendere Codierung, die 16 Bits pro Zeichen verwendet und für nicht-lateinische Alphabete, komplexe Sonderzeichen sowie Emojis erforderlich ist. Sie begrenzt die Größe einer einzelnen SMS auf nur 70 Zeichen.

GSM-7 vs. UCS-2: Die Falle der Sonderzeichen und Emojis

Hier beginnen die Komplikationen für Kleinunternehmer (Friseursalons, Arztpraxen, Fahrschulen). Ein einziges Zeichen außerhalb der GSM-7-Tabelle zwingt Ihre gesamte Nachricht dazu, in das Unicode-Format zu wechseln.

Die SMS-Codierung von Sonderzeichen und Umlauten wie „ä“, „ö“, „ü“ oder „ß“ sowie das Senden von Emojis per SMS mit UCS-2-Codierung reduzieren Ihr Zeichenlimit sofort von 160 auf 70 Zeichen pro Nachricht. Die Auswirkung von Emojis auf die SMS-Codierung ist also unmittelbar: Ihre Nachricht wird in mehrere Teile (Segmente) aufgeteilt, was bei den meisten herkömmlichen Anbietern die Versandkosten vervielfacht.

Hier ist eine Vergleichstabelle, um diesen Unterschied zu verdeutlichen:

CodierungsstandardZeichenlimit (1 SMS)Zulässige ZeichenAuswirkung auf die klassische Abrechnung
GSM-7160 ZeichenBasis-Lateinalphabet, Zahlen, Leerzeichen und einige gängige AkzenteStandardtarif (1 Guthabenpunkt)
UCS-2 (Unicode)70 ZeichenAlle Alphabete (Arabisch, Kyrillisch, Chinesisch), Emojis, komplexe Sonderzeichen (ä, ö, ü, ß, etc.)Verdoppelter oder verdreifachter Tarif (mehrere Segmente)

Die Auswirkung der Unicode-Codierung auf den SMS-Preis

Die Auswirkung der Unicode-Codierung auf den SMS-Preis ist die Kostenfalle Nummer eins bei klassischen SMS-Gateways wie Twilio oder Plivo. Diese Plattformen rechnen pro SMS-„Segment“ ab. Ein Segment entspricht 160 Zeichen in GSM-7, sinkt jedoch auf 70 Zeichen, sobald auch nur ein einziges Unicode-Zeichen erkannt wird.

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben eine Autowerkstatt und senden diese Terminerinnerung:

"Hallo! Ihr Fahrzeug ist bereit. Bitte holen Sie es bis 18 Uhr in der Werkstatt ab. Bis bald!"

Diese Nachricht enthält 101 Zeichen. Wenn Sie sie so senden, wird die Standard-GSM-7-Codierung verwendet. Dies kostet Sie 1 SMS-Segment.

Wenn Sie am Ende ein einfaches Auto-Emoji hinzufügen, um die Nachricht freundlicher zu gestalten, wechselt die Nachricht zu UCS-2. Ihre 102 Zeichen überschreiten nun das strenge Unicode-Limit von 70 Zeichen. Ihre Nachricht wird dann in 2 Segmente aufgeteilt. Bei einem klassischen Anbieter zahlen Sie für diese Nachricht das Doppelte – und das nur wegen eines einzigen Emojis.

Um solche bösen Überraschungen zu vermeiden, suchen viele Unternehmen nach Alternativen. Mit MySMSGate verbinden Sie Ihr eigenes Android-Smartphone, um Ihre Nachrichten zu senden. Wir berechnen einen festen Pauschaltarif von 0,02 $ pro gesendeter SMS, unabhängig von deren Länge oder Codierung. Es gibt keine versteckte Abrechnung nach Segmenten. Um mehr über kostengünstige Optionen zu erfahren, lesen Sie unseren Leitfaden über das günstigste SMS-Gateway für kleine Unternehmen.

Entwickler: Welche Codierung sollte man für den SMS-Versand per API wählen?

Wenn Sie SMS-Benachrichtigungen in Ihre eigene Anwendung oder Verwaltungssoftware integrieren, stellt sich die technische Frage: Welche Codierung soll für den SMS-Versand per API gewählt werden?

Fast alle modernen APIs, einschließlich der von MySMSGate, akzeptieren JSON-Anfragen im UTF-8-Format. Das SMS-Gateway muss diesen UTF-8-Datenstrom dann jedoch für das Mobilfunknetz konvertieren. Um maximale Kompatibilität zu gewährleisten und fehlerhafte Zeichen (die bekannten Fragezeichen oder schwarzen Quadrate) zu vermeiden, ist es wichtig, die UTF-8-Codierung des SMS-Gateways korrekt zu konfigurieren.

Hier ist ein einfaches Python-Beispiel, um eine korrekt codierte Nachricht über die API von MySMSGate zu senden, ohne sich um komplexe Aufteilungen kümmern zu müssen:

import requests

url = "https://mysmsgate.net/api/v1/send"
headers = {
    "Authorization": "Bearer VOTRE_CLE_API",
    "Content-Type": "application/json"
}
payload = {
    "to": "+33612345678",
    "message": "Votre rendez-vous est confirmé pour demain à 14h ! ",
    "sim_slot": 1
}

response = requests.post(url, json=payload, headers=headers)
print(response.json())

Unsere API übernimmt die Konvertierung völlig transparent. Darüber hinaus verfügt unser System über einen automatischen Rückerstattungsmechanismus bei Zustellungsfehlern, sodass Sie nur für das bezahlen, was tatsächlich funktioniert. Für eine vollständige Integration auf Ihrem eigenen Server lesen Sie unsere Anleitung zum Senden von SMS von einem Android-Telefon über eine API.

Wie lässt sich eine doppelte SMS-Codierung vermeiden?

Um eine doppelte SMS-Codierung zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass Ihr Code keine zusätzliche Codierungsfunktion (wie urlencode oder utf8_encode) auf eine Zeichenkette anwendet, die bereits von Ihrer HTTP-Bibliothek verarbeitet wird. Das Senden doppelt codierter Daten führt dazu, dass Ihre Kunden unleserliche Nachrichten mit seltsamen Symbolketten erhalten.

Der Sonderfall des Presets für die SMS/MMS-Videocodierung

Im Bereich der mobilen Telekommunikation stößt man manchmal auf den Begriff Preset für die SMS/MMS-Videocodierung. Im Gegensatz zur Textcodierung (GSM-7 oder UCS-2) betrifft dieses Preset die Komprimierung und Formatierung von Multimediadateien (Videos, animierte Bilder), die per MMS gesendet werden.

Mobilfunknetze legen sehr strenge Größenbeschränkungen für MMS fest (je nach Anbieter oft weniger als 300 KB oder 600 KB). Das Videocodierungs-Preset ermöglicht es, die Auflösung und Bitrate eines Videos drastisch zu reduzieren, damit es ohne Zurückweisung durch das Gateway des Mobilfunkanbieters übertragen werden kann. Wenn Ihr Ziel lediglich darin besteht, Textbenachrichtigungen oder betriebliche Erinnerungen zu senden, müssen Sie sich über diese komplexen Einstellungen keine Gedanken machen.

Häufig gestellte Fragen zur SMS-Codierung

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zur Handhabung von Codierung und Sonderzeichen beim Versand geschäftlicher SMS.

Warum kann ein einziges Sonderzeichen den Preis meiner SMS verdoppeln?

Bestimmte Zeichen wie das „ç“ (C-Cédille), das „ê“ (E-Zirkumflex) oder einige spezielle Akzente gehören nicht zum GSM-7-Standardalphabet. Sobald Sie eines dieser Zeichen verwenden, schaltet Ihre Versandsoftware die gesamte Nachricht in den Unicode-Modus (UCS-2) um. Das Limit pro SMS sinkt dann von 160 auf 70 Zeichen. Wenn Ihr Text 70 Zeichen überschreitet, wird er in zwei Segmente aufgeteilt, was die Versandkosten bei herkömmlichen Anbietern verdoppelt.

Wie kann ich die Codierung meiner SMS vor dem Senden testen?

Es gibt Online-Tools zum Testen von SMS-Segmenten (oft als „SMS Length Calculator“ bezeichnet). Sie ermöglichen es Ihnen, Ihren Text einzufügen und sofort zu sehen, ob ein unsichtbares Zeichen oder ein Emoji den Wechsel zu Unicode erzwingt, sowie die genaue Anzahl der Segmente anzuzeigen, die von Ihrem Anbieter berechnet werden.

Wie hilft MySMSGate dabei, zusätzliche Kosten durch Unicode zu vermeiden?

Im Gegensatz zu klassischen APIs (Twilio, Plivo), die jedes Segment einzeln abrechnen, berechnet MySMSGate einen festen Pauschaltarif von 0,02 $ pro gesendeter Nachricht – unabhängig von der Länge oder der Verwendung von Sonderzeichen und Emojis. Ihre Nachrichten werden direkt über Ihr eigenes, mit unserer Plattform verbundenes Android-Smartphone übertragen, was überhöhte Segmentierungsgebühren eliminiert.